Montag, 21. November 2011

xxxGLEICHE MATERIALxxx

Yo,

was fühl ich mich gerädert. Woher das rührt, ist mir allerdings schleierhaft. Am gestrigen Spiel der Sportgemeinde Eintracht gegen die Alemannen aus Aachen könnte es vielleicht liegen. Aber ich fange mal von vorne an:
Pünktlich um halb zwölf stehe ich gestern am McDonalds im Frankfurter Hauptbahnhof und warte auf den Herrn Brenner als Begleitung. Da sich dieserwie immer hoffnungslos verspätet, werde ich Zeuge eines doch belustigenden Schauspiels. Ein farbiger Mann krakeelt jeden Passanten mit folgenden Spruch an: "Idrissou, Djakpa-gleiche Material" und streichelt dabei für jeden sichtbar seine Haut. Selbstredent ist der gute Mann binnen Sekunden von einer betrunkenen Gaffermeute eingekeilt, läuft somit noch zur Hochform auf und fabuliert noch irgendwas von wegen "Doppelpass". Naja, just als ich mich an dem Spektakel satt gesehen habe, kommt auch schon der Herr Brenner (mit Begleitung, deren Name mal wieder Dr. Alzheimer geklaut hat) und wir fahren gediegen mit der Tram zum Stadion. Dort angekommen wird die noch verbleibende Zeit mit wenig geistreichem Gesprächsstoff (die glorreiche irische Fussballhistorie wurde aufgerollt) sowie mit Leute beobachten überbrückt. Nach soviel Ruhm und Ehre (hüstel) entere ich mal pünktlich das Betonrund und erlebe zur Ausnahme mal den Anstoß und kurz darauf zwei Tore der Heimmannschaft, welche durch den oben bereits erwähnten Idrissou und Köhler erzielt werden. Danach "verwaltet" die Eintracht mehr oder weniger die Führung und lässt die Gastmannschaft ziemlich alt aussehen. So geht das dann bis zur 78. Minute als Auer für Aachen den Anschluß markiert. Ich bin etwas angesäuert, dass die Frankfurter aufgrund ihrer Überlegenheit nicht versucht haben, ein drittes Tor nachzulegen und gehe zum Getränkestand. Dort angekommen vernehme ich urplötzlich frenetischen Torjubel und die Durchsage, dass Erwin Hoffer das 3:1 geschossen hat. "GEIL" denk ich mir und wackel mit meinem Getränk zurück an meinen Platz. Als ich meinen Blick wieder auf den Rasen richte, fällt mir auf, dass die Eintracht den Anstoß ausführt. "Hä, wasn da los" brabbel ich mir in den Wochenendbart und realisiere mit einem gezielten Blick auf die Stadiontafel, dass Aachen eine Minute nach Hoffers Tor erneut den Anschluss geschafft hat. Schöne Scheisse, das. Schlimmer wirds dann ganze fünf Minuten später, als ein gewisser Herr Demai sogar den Ausgleich erzielt. Ich bin schon geneigt das Stadion zu verlassen aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass noch etwas geht. Glücklicherweise behalte ich recht und Matmour (wer auch sonst) macht mit seinem Tor zum 4:3 in letzter Minute den lange sicher geglaubten Sieg klar. Tja, das ist wohl das, was der Volksmund im allgemeinen als Herzschlagfinale bezeichnet. Ich hingegen kann darauf gut und gerne verzichten obwohl der Unterhaltungswert zugegebenermaßen besser war, als ein 2:0 Sieg der schlußendlich nur mit Ballschieberei über die Zeit gebracht wird. Naja, zur Nervenberuhigung gab's dann noch einen Abschlussschoppen im Gallus...

Wohlfühlkultur im Gallus

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