Mittwoch, 21. August 2013

xxxOSTERWEITERUNGxxx

Yo,

Aserbaidschan also. Genauer gesagt: FK Qarabag Ağdam heißt der Gegner, gegen den sich die magsiche Sportgemeinde aus Frankfurt behaupten darf, um in die Gruppenphase des UEFA-Cup einziehen zu können.

Qarabag FK, wer ist das überhaupt? Gute Frage, mit dem Sanitärgiganten Keramag hat der Verein jedenfalls nichts zu tun (Knallerwitz, dankt mir nicht), soviel ist schon mal sicher. Aber weiter bringt uns das auch nicht. Daher ein kurzer Abriss zur Vereinshistorie:

1951 wurde der Verein mit dem klangvollen Namen Məhsul gegründet, nachdem in Ağdam ein Fussballstadion erbaut worden war (true story!). Ab 1961 spielte Məhsul erstmals um die aserbaidschanische Meisterschaft mit und wurde prompt Vierter. 1968 errang der Klub mit der Vizemeisterschaft den bis dato größten Erfolg, was den Vereinskonkurs nicht verhindern konnte. 1977 erfolgte die Neugründung unter dem Namen Şəfəq, 1988 bekam der Verein seinen heutigen Namen und errang im gleichen Jahr die nationale Meisterschaft. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam es zum Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Region Bergkarabach. Im Rahmen dieses Konfliktes besetzten armenische Separatisten die Stadt Ağdam (bis heute übrigens) und zerstörten diese fast vollständig, um Flüchtlinge die Rückkehr unmöglich zu machen. Der Verein flüchtete indes nach Baku, ist dort bis dato ansässig und trägt seine Heimspiele im Suraxani-Stadion (5.000 Plätze) aus. In den nachfolgenden Jahren gelang es dem FK Qarabag Ağdam zwei weitere nationale Meisterschaften und vier Pokalsiege zu erringen. Ach ja, in den vorherigen Qualifikationsrunden (die der SGE gottlob erspart geblieben sind) überwanden die Aserbaidschaner den FK Metalurg Skopje (Mazedonien), Piast Gliwice (Polen) sowie Gefle IF (Schweden).
 
Hat ja lang genug gedauert
So, alles klar? Dann nix wie ab ans Kaspische Meer...wenn man das nötige Kleingeld hat. Für alle anderen überträgt morgen der hr ab 18:50 den Kick.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen