Mittwoch, 30. Oktober 2013

xxxOHNE MAMPF KEIN...JAZZxxx

Yo,

heute präsentiere ich der treuen Leserschaft wieder einmal eine Frankfurter Lokalität, in der man ein gepflegtes Bier zu sich nehmen kann: Das Mampf auf dem Sandweg.

Bei diesem Etablisement handelt es sich um eine Kneipe, die schon seit den 60ern ihre Pforten geöffnet hat. Allerdings trug die Kneipe damals noch den wohlklingenden Namen "Sandwegstube" und beherbergte zu dieser Zeit "Metzgergesellen, eingefleischte Hütchentrinker und Knobelfanatiker" und war das, was man im allgemeinen eine Spelunke nennt. Durch mehrere Besitzerwechsel ab den frühen 70ern (komplette und lesenswerte Geschichte des Mampf gibt es HIER) mauserte sich das Etablisement zu einer kleinen aber feinen Jazzkneipe, die durch zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen, Kabarettabende und natürlich Jazzkonzerte zu begeistern weiß.

So schaut's aus...
Wenn man einen Blick auf die reichhaltige Karte riskiert, ist man sofort von der reichhaltigen Auswahl übermannt: Diverse Biere, selbstgekelterter Apfelwein, Spirituosen, antialkoholische Getränke sowie diverse (warme und kalte) wohlschmeckende Speisen werden von der flotten Bedienung an den Tisch/Tresen gebracht und das alles zu durchaus humanen Preisen. Das gibt's nicht oft in Frankfurt.

Das Interieur wurde offensichtlich seit Bestehen der Kneipe nur marginal verändert und ist dementsprechend abgegriffen. Jedoch ist hier zu sagen, dass es hier in keinster Weisse schmuddelig ist, wie es oft in älteren Kneipen der Fall ist. Hier hat halt der Zahn der Zeit am Mampf genagt (höhö) und so ist der unverwechselbare Charme dieses Kleinods entstanden. Zudem sind die Wände (und auch die Decke) mit allerlei Postern, Karrikaturen und der Todesanzeige von Rudi Dutschke (!) tapeziert, was bei mir ein heimeliges Feeling entstehen lässt. Apropos heimelig: Während der kalten Jahreszeit erwärmt ein stilechter Kachelofen die Gäste.



Bewertung:
  • Lage: Ähnlich wie der Buddha-Bar-Kisok befindet sich das Mampf auf dem Sandweg und ist somit wunderbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie der U-Bahn (Ausstieg ZOO oder Merianplatz) zu erreichen. Daher 4 von 5 Punkten.
  • Bedienung: Der Laden wird in der Regel von zwei jüngeren Damen (ich tippe mal auf Studentinnen) geschmissen und das in einer aufmerksamen und freundlichen Art. Hier bleibt kein Wunsch unerfült. 4 von 5 Sternen.
  • Interieur: Wie schon erwähnt ist das Mampf voll mit abgegriffenen Möbeln und Kram aller Art ohne dreckig oder Messi-like zu sein. Im Gegenteil: Hier ist es urgemütlich! 4 von 5 Sternen.
  • Preise: Unschlagbar günstig für Frankfurter Verhältnisse. 5 von 5 Sternen.
  • Publikum: Vom Anzugträger bis hin zum Altjazzer ist alles vertreten. Mittendrin tummeln sich noch ein paar Studenten und so entsteht eine angenehme Atmosphäre. Gut so! 5 von 5 Sternen.
  • Extrastern: Den Extrastern gibt es auf jeden Fall für den funktionierenden Elvisflipper, der liebevoll gehegt und gepflegt wird.

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