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Montag, 24. August 2015

xxxBIER & PRESSSCHLAGxxx

Yo,

im Schatten des großen Bundesligazirkus erfreuen sich die unteren Ligen des deutschen Fussballs einer wachsenden Beliebtheit und so zog es Tim und meine Wenigkeit zum Spiel des FFC Victoria gegen die TUS Nieder-Eschbach. Hierbei sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass die Kicker der Victoria aus der aktiven "Fanszene" der Eintracht stammen und sich nach einem der Vorgängerverein der Sportgemeinde Eintracht benannt haben.

Hartnäckige Rekrutierungsversuche...
Nach einem sonnigen Sonntagsspaziegang vom Hauptbahnhof aus erreichen wir pünktlich zum Anpfiff den Kunstrasenplatz im tiefsten Niederrad. Unter neugierigen Augen der Einheimischen entern wir zunächst die kroatische Vereinsgaststätte, um den entstandenen Durst nach dem Marsch zu löschen. Nach erfolgreichem Kauf zweier Hopfenkaltschalen nehmen wir einen freien Stehtisch hinter dem Tor in Beschlag und schauen dem Treiben auf dem Platz zu. Zunächst sind die Gäste aus Nieder-Eschbach am Zug und diese bringen die Victoria ein um das andere Mal in arge Bedrängnis ohne daraus jedoch Kapital schlagen zu können. Die Victorianer hingegen fighten um jeden Ball und halten unter großem Händegeklapper der anwesenden Eintrachtler das 0:0 bis zur Pause.
Spiel hinter Gittern...
Nach dem Seitenwechsel ist dann die Victoria am Drücker und hat nun mehrmals das 1:0 auf dem Schlappen aber ganz Eintracht-like steht es nach einem Konter 0:1 für die in Unterzahl agierenden Gäste der TUS. Danach wird es arg ruppig auf dem künstlichen Grün und unter lauten Gejohle wird ein um das andere Mal die Kung-Fu-Schere ausgepackt. Das alles hilft leider nichts denn die Kicker aus Nieder-Eschbach machen mit einem erfolgreichen Konter zum 0:2 zehn Minuten vor Spielende alles klar. Scheiß Ergebnis aber wir kommen wieder. Ganz bestimmt...
xxxKreisliga-Saufen statt laufenxxx
Liga: Kreisliga B, Frankfurt
Spielstätte: Kunstrasenplatz Niederrad
Zuschauer: circa 50 zahlende Augenpaare

Infos zur Victoria
Vereinsseite: FC Victoria FFM
Bericht in der FNP: "FFC Victoria - Von der Zuschauerrolle ins aktive Geschehen der B-Klasse"

Sonntag, 19. Juli 2015

xxxTHE BEST THING...xxx

...IS WRESTLING!

Yo,

wie bei vielen Altersgenossen war in meiner Kindheit/angehende Jugend Wrestling das Maß aller Dinge. Es wurde den Megaevents wie Wrestle-Mania entgegengefiebert, jeder hatte einen beachtlichen Stapel Sammelkarten der WWF (manche auch der WCW) und die Spielfiguren waren auch obligatorisch. Zudem nahmen wir die Einlaufmusiken der Wrestler vor dem Fernseher auf, die wir dann vor unseren Rangeleien im heimischen Keller abspielten. Geil! Mit zunehmenden Alter verlor man schlussendlich das Interesse an dieser Sportart, andere Sachen wurden interessanter.
Legende!
Vor ein paar Jahren schickte mir ein Kumpel dann einen Link zur NGW, der New Generation Wrestling. Dies ist quasi eine kleine "Wrestling-Liga" aus Sossenheim, die alle paar Monate einen Event mit mehreren Kämpfen auf die Beine stellt. Leider hatte ich es bis dato nicht zu einem dieser Events geschafft aber am vergangenen Sonntag sollte es dann endlich soweit sein: Die NGW machte Halt in Ober-Eschbach und lud zum "On Bombers Field" ein. Geil!
Die Arena...
Nach halbstündiger Fahrt mit der U-Bahn erreichen wir Ober-Eschbach und der Veranstaltungsort, die Albin-Göhring-Halle ist nach kurzen Wirren auch gefunden und von aussen vernehmen wir schon Live-Musik, so 80er Schwanzrock. Geil! Also schnell die 8 Neuronen abgedrückt und nix wie rein in die schwitzige Turnhalle. In der Mitte thront der Rind, drumherum sind 3-4 Stuhlreihen aufgebaut, die schon gut mit willigen Schaulustigen gefüllt sind. Am Ende der Halle kann ich die Band erblicken, die laut meinem Wischtelefon auf dem Namen SCARRED KIZZY hört. Geht definitiv gut rein, nur dem Pressefritzen scheint das alles zuviel zu sein und er hält sich genervt die Ohren zu. Da offensichtlich noch etwas Zeit bis zum Start der Kämpfe ist, decken wir uns mit günstigem Bier ein und suchen uns ein paar geeignete Plätze. Nicht zu nah am Ring heisst hier die Devise. Man möchte ja nicht irgendwie in das Geschehen involviert werden. Nach ein paar Minuten verstummt die Band und ein Offizieller der mächtigen NGW betritt den Ring, um ein paar Grussworte an den lechzenden Pöbel zu entrichten. Dann kann es auch schon losgehen und die ersten Kämpfer betreten die Arena: The Maggot bekommt es mit Robin Kirchner zu tun. Die Menge ist zunächst etwas verhalten, taut aber nach dem ersten Schlagabtausch hurtig auf. Jeder krakelt nach Herzenslust etwas in Richtung der Wrestler, die sich daran sichtlich berauschen. Geil!
Die Skepsis wird später ekstatischer Begeisterung weichen...
Was sofort bei den Kämpfen auffällt, ist die Athletik der Wrestler. Jeder Move wurde sorgfältig einstudiert, hier hat alles Hand und Fuß und das macht definitiv Laune! In den weiteren Matches wird es dann zunehmend spektakulärer: In einem Match werden Klappstühle, Schläger und sogar eine der Gitarre der Band in das Kampfgeschehen integriert, in einem anderen Kampf fliegt einer der Kämpfer in die Stuhlreihen und zum krönenden Abschluss gibt es sogar eine grandiose Battle Royale, in der alle Wrestler zugleich in den Ring steigen. Geil!
War bestimmt bequem, der Flug in die Stühle...
Nach gut und gerne drei Stunden ist das Spektakel auch schon wieder zu Ende und mit einem fetten Grinsen machen wir uns wieder auf den Heimweg. Wir kommen wieder. Definitiv!
Der Superstar der NGW: Purple Playa
Wrestlendes Weibsvolk war auch anwesend: Alice
Schlachtfeld

Sonntag, 12. Juli 2015

xxxALTHERRENHISTORIExxx

Yo,

seit geraumer Zeit unterhält die Sportgemeinde Eintracht eine sogenannte Traditionsmannschaft, in der verdiente Spieler des Vereins bei Benefit- und Spassspielen auflaufen. Am Freitag waren die "Altstars" beim FSV Bergen zu Gast, um gegen die SOMA-Mannschaft das sogenannte "Jahrhundert-Rückspiel" zu bestreiten. Diesem Spiel liegt dabei eine recht nette geschichtliche Anekdote zugrunde: Die Frankfurter Eintracht (bzw. der damalige Name Frankfurter FV) hatte im Rahmen der Gau-Liga gegen die damals noch eigenständige Gemeinde Bergen gespielt. Dabei hatte die Eintracht besagtes Spiel mit 10:0 gewonnen. Das Rückspiel fiel aufgrund der Wirren des 1. Weltkrieges im Jahre 1915 aus. Nun 100 Jahre später sollte das Rückspiel stattfinden, natürlich mit einem entsprechenden Augenzwinkern.
Gästeliste gab keine...
Als ich bei bestem Kaiserwetter die Sportstätte des FSV betrete, ist hier schon einiges los: Groß und Klein beäugen neugierig die alten Herren der SGE, laben sich an Bratwurst und Bier und der "Stadionsprecher" gibt launige Schoten zu besten. Nachdem ich mich mit Getränkemarken (erinnert mich stark an Bundesjugendspiele) eigedeckt habe, beginnt auch schon das Jahrhundertrückspiel. Die Spieler der Berger Mannschaft ist mir gänzlich unbekannt während ich bei der Eintracht viele bekannte Gesichter ausmachen kann: Charly Körbel, Oka Nikolov (diesmal als Feldspieler), Manni Binz, Matthias "Pferdelunge" Dworschak und noch diveres andere.


Auf dem Kunstrasen beginnt das Spiel zunächst etwas verhalten, bis die SGE dann spürbar das Tempo anzieht und mit ein paar sehenswerten Toren in Führung geht. Im Laufe dieses lauen Sommerkicks geht dem Bergener SOMA-Team deutlich die Puste aus während der Gegner noch deutliche Reserven vorzuweisen hat. Vor allem Manni Binz scheint im vollen Saft zu stehen. Er läuft den Platz hoch und runter, fordert stets den Ball und langt auch beim Gegner gern mal zu. Am Ende steht es dann 6:1 für die Altherrenriege der Sportgemeinde Eintracht.

Ach ja: In der Halbzeitpause durfte eine junge Dame ein Lied zum besten geben, mit dem sie bei DSDS ins (aufgepasst!) Achtelfinale gestürmt ist. Noch nie habe ich mich derart nach einer Flasche Schnaps gesehnt...

Links zum Hintergrund etc.:

Donnerstag, 25. Juni 2015

xxxSEE YOU ON THE OTHER SIDExxx

Yo,

vor geraumer Zeit spielten die mächtigen ORCHID auf dem alten Kontinent, um ihre neue Platte Sign Of The Witch zu promoten. Zu unserem Glück machten die Amis auch Halt in good old Frankfurt, besser gesagt in Das Bett.

Unter der Woche auf Konzerte zu gehen, ist ja immer so eine Sache. Wenn man Pech hat, beginnt die Show ultraspät und man kann den Gig nicht so wirklich geniessen, da man am nächsten Tag ja wieder auf die Arbeit muss und man stets auf die Uhr schielt. Egal, wenn die Doomer ORCHID am Start sind, dann kann man auch mal eine Ausnahme machen, worre?! In standesgemäßer Begleitung besteigen wir also die U-Bahn in Richtung Industriehof, um von dort aus den Bus zu nehmen, der uns in einer halbstündigen Irrfahrt zur Location kutschiert. Eigentlich hätten wir auch die Tram vom Hauptbahnhof aus in Anspruch nehmen können aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Am Venue macht sich schlagartig Durst bei uns bemerkbar und wir betreten total naiv den Laden und werden vom sandalentragenden Veranstalter nonchalant rausgeschmissen: "Nur weil die Tür offen ist, heisst es noch lange nicht, dass die Theke geöffnet ist"! Ist ja gut Opa, wir haben es ja verstanden. So irren wir eine gute halbe Stunde durch die Gegend, ohne eine Tanke, Trinkhalle oder eine ähnliche Hilfseinrichtung zu finden. Grundgütiger, wie im Mittelalter hier. So bleibt uns halt nichts anderes übrig, die verbleibenden zehn Minuten mit trockenen Kehlen totzuschlagen.

Pünktlichst um 20 Uhr gibt der freundliche Herr mit den Sandalen die heiligen Hallen für den Pöbel frei und wir können uns endlich an der Theke laben. Da sich das Wetter von seiner sonnigen Seite zeigt, zieht es uns wieder nach draussen und wir frönen einer meiner Lieblingsbeschäftigung: Leute beobachten. Immer wieder herrlich! Eine gute halbe Stunde später eröffnen die Lokalmatadoren namens DAMAGE den heutigen Abend mit solide gezockten Rock'n'Roll, der sich ungeniert bei den Genregrößen wie den HELLACOPTERS, AC/DC und MOTÖRHEAD bedient. Die Bühnenshow ist dann auch entsprechend choreographiert aber so wirklich der Renner ist das Gebotene dann auch wieder nicht. Solide halt!
DAMAGE
Nach kurzer Umbaupause betreten dann ORCHID die Bretter und zeigen sogleich, wer der unbestrittene Anwärter auf den Thron von BLACK SABBATH ist. Nicht nur vom Sound sondern auch vom Stageacting des Sängers ist man dem Vorbild so nahe, dass wahrscheinlich kein Frauenhaar  mehr dazwischenpasst.
ORCHID
Während des 75minütigen Set doomt sich die Band mit spürbarer Spielfreude durch die gesamte Schaffensphase inklusive der noch nicht erschienenen Langrille Sign Of The Witch und zieht damit so ziemlich jeden im Publikum in ihren Bann. Mit "He Who Walks Alone" wird das offizielle Set beendet aber ORCHID werden nach kurzen Zugabegefordere wieder auf die Bretter zitiert und setzen mit "Wizards Of War" und dem Überhit "Black Funeral" dem heutigen Abend die gebührende Krone auf...
Ist das jetzt Ozzy oder..

Dienstag, 16. Juni 2015

xxxLEINEN LOSxxx

Yo,

der Sommer strahlt mit voller Pracht vom Firmament und die Leute treibt es es in Scharen aus ihren Häusern. In Frankfurt zieht es den Bürger in der Regel an den Main, um dort etwas Sonne zu tanken. Wem es dabei nach einer Erfrischung gelüstet, der hat dabei diverse Möglichkeiten, ein passendes Etablissement zu finden. Eine davon ist das "Kneipenschiff" MS Wodan, welches am Eisernen Steg (Sachsenhäuser Seite wohlgemerkt) vor Anker gegangen ist.

Möchte man die MS Wodan betreten, so muss man dies stilecht über eine Planke tun. Hat man diese erste Hürde gemeistert, fällt einem das rustikale Ambiente auf, welches man getrost als Vintage bezeichnen kann: Ein bisschen Rost hier, ein paar Spinnenweben dort und fertig ist das Wohlfühlambiente. Betritt der geneigte Gast das Deck, so kann er an einer der zahlreichen Bierzeltgarnituren Platz nehmen und einen Blick auf die reichhaltige Karte werfen. Hier fällt auf, dass die Getränke- sowie Speiseauswahl wirklich enorm ist und preislich nicht zu große Löcher in den Geldbeutel gerissen werden.
Daueranlegestelle...
Die Bestellung wird vom Kellner mit Frankfurter Freundlichkeit aufgenommen und blitzschnell steht die Order schon auf dem Tisch. In diesem Fall waren es zwei Sauergespritze (0,5l) sowie ein kleines Wasser ohne Gas. Mit dem Getränk nach Wahl kann man nun die grandiose Sicht auf den Main sowie die Skyline geniessen und alle Fünfe gerade sein lassen. Herrlich! Wem das allerdings mit der Zeit zu öde wird, der kann eines der hauseigenen Tretboote mieten und den Fluss befahren. Muss man aber nicht...

Bewertung:
Lage: Wie eingangs schon erwähnt liegt die MS Wodan direkt am Eisernen Steg an der Sachsenhäuser Seite und ist daher für die zahlreichen Spaziergänger ideal, um dort einzukehren. Falls man dort spontan vorbeikommen möchte, so muss man ein paar Minuten Fussmarsch einplanen. Die nächsten U-Bahnstationen sind hierbei "Willy Brandt-Platz" und "Schweizer Platz" (jeweils circa 10 Minuten entfernt). Daher 4 von 5 Sternen.
Bedienung: Etwas rauh-herber Charme wie es auf der Sachsenhäuser Seite halt nicht unüblich ist. Ansonsten flott bei der Sache und stets aufmerksam. 4 von 5 Sternen.
Interieur: Yoah, hat schon bessere Zeiten gesehen aber das macht auch wiederum den Charme der MS Wodan aus. Allerdings könnte man mal wieder den zahlreichen Spinnweben zu Leibe rücken. 3,5 von 5 Sternen.
Preise: Irgendwo im unteren Frankfurter Durchschnitt, so dass man auch nach zahlreichen Getränken nicht arm wird. 4 von 5 Sternen.
Publikum: Hier findet sich so ziemlich alles, was in Frankfurt kreucht und fleucht: Studenten, Hipster, Touris und abgehalfterte Gestalten. Die Mischung ist angenehm. 5 von 5 Sternen.
Extrastern: Ach, den gibt es für die geschmeidige Aussicht. Besser gehts nicht...

Sonntag, 3. Mai 2015

xxxZWISCHEN BIERTONNE, BLOCKUPY UND RAMMSTEINxxx

Yo,

der geneigte Leser dieses Blogs kennt ja die Beiträge, die sich mit den Etablissements in Frankfurt beschäftigen, in denen es ums Essen und Trinken geht. Nun ja, heute werden gleich drei (!) Kneipen vorgestellt, die sich allesamt im Frankfurter Bahnhofsviertel befinden und von Marius Machete und meiner Wenigkeit kurz vor den Blockupyprotesten besucht wurden:

Stop1: Zur Biertonne
Von dieser Kneipe hatte ich im Vorfeld schon so einiges gehört und vor allem mein Eintrachtmitstreiter Tim war voll des Lobes. OK, das Interesse meinerseits war definitiv geweckt und so verabredete ich mich mit Marius an einem lauen Dienstagabend auf ein paar Bier.
Als wir die "Biertonne" betreten, sind nur ein paar traurig anmutende Gestalten hier und da in dem Laden verstreut und von der Bedienung weit und breit keine Spur. Naja, vielleicht ist die ja gerade auf dem stillen Örtchen. Wie nehmen an einem der freien Tische Platz und bemerken zugleich die "etwas" klebrige Einrichtung. Muss man mögen. Nach einer guten Viertelstunde kommt dann auch mal die Bedienung aus dem Hinterzimmer geschlichen, nimmt regungslos unsere Bestellung (2x kleine Pils) auf und bringt diese erstaunlich schnell an unseren Tisch. Eine weitere Order möchten wir nach unserem Sturzpils nicht mehr abgeben, zu unwirtlich erscheint uns dieser unheilvolle Ort.

Ach ja: Pizza gibts auch...
Bewertung:
Lage: Die "Biertonne" befindet sich strategisch günstig an der Nordseite des Hauptbahnhofes und kann somit ohne Probleme mit der Tram 11 und 21 erreicht werden. Von der Haltestelle "Platz der Republik" sind es dann noch problemlose 2 Minuten. 5 von 5 Sternen.
Bedienung: Bedienung? Welche Bedienung? Immerhin kam irgendwann eine. 1 von 5 Sternen
Interieur: Trist meets abgeranzt. Kann man mögen aber klebrige Oberflächen wohin man hinlangt sind nicht so mein Fall. 1 von 5 Sternen
Preise: Gute Frage! Wir haben ja jeweils nur ein kleines Pils zu uns genommen aber teuer war es meiner Erinnerung nach nicht. 3 von 5 Sternen
Publikum: Die paar Gestalten gehören eher zu den traurigen Gesellen dieser Gesellschaft. Nun ja, 3 von 5 Sternen
Extrastern: Puh, jetzt wird es kritisch (grübel). Also...äh, den Extrastern gibt es für das schöne Wetter, welches an diesem Tag herrschte.

Stop2: Gleis 25
Nach dieser Erfahrung der etwas anderen Art machen wir uns Richtung Hauptbahnhof auf, um die nächste Kneipe anzusteuern: Das "Gleis 25", das gerne vor Auswärtsspielen der Sportgemeinde Eintracht angesteuert wird. Vor dem Laden lungern schon ein paar Feierabendler herum, trinken ein frisch gezapftes Bier und schauen dem Treiben zu, der den Hauptbahnhof umgibt. Das macht definitiv durstig und so ordern auch wir eine ordentlich gezapfte Pilsette und nehmen einen Stehtisch vor der Kneipe in Beschlag. Während wir uns das Bier schmecken lassen, beobachten wir eine kleine Spontandemo, die im Rahmen der Blockupyerlebnistage für Unterhaltung sorgt. Herrlich!
24 Stunden kann man sich hier schon mal aufhalten
Lage: In Spuckweite befindet sich das "Gleis 25" und somit befindet sich das Etablissement in einer Toplage! 5 von 5 Sternen
Bedienung: Aufmerksam, schnell und immer für einen flotten Spruch zu haben. 4 von 5 Sternen
Interieur: Rustikal, gepflegt, zweckmässig. Mehr braucht man zum Bier trinken ehrlich gesagt auch nicht. Schön geht aber anders. 3,5 von 5 Sternen
Preise: Jau, irgendwo im  Mittelfeld des Frankfurters Preisspektrums. 3,5 von 5 Sternen
Publikum: Bunt gemischt geht es hier zu. Banker, Säufer, Working Class Heros, Fussballfans und und und. Angenehm also. 5 von 5 Sternen
Extrastern: Den Extrastern gibt es für die Jukebox, die ernsthaft alle Songs der Undergroundband PUR führt. Hüstel

Stop 3: Ipanema Bar
Vom Hauptbahnhof zieht es uns weiter Richtung Münchner Strasse auf der Suche nach der letzten Destination des heutigen Abends. Dabei fällt uns die etwas abgefrackte Brasilienflagge der "Ipanema-Bar" ins Auge uns somit ist klar, wo wir unser nächstes Bier verkosten werden. Wir betreten den Laden, der schon ordentlich gefüllt ist und okkupieren sogleich zwei Plätze an der Theke. Die brasilianische Bedienung nimmt charmant unsere Bestellung von zwei großen Pilsetten auf uns stellt uns diese zügig zur Verfügung. Das Bier schmeckt und so können wir uns der Beobachtung von Interieur und Publikum widmen. Die Inneneinrichtung ist selbstverständlich brasilianisch angehaucht ohne überladen zu wirken, es ist sauber und die Jukebox spielt abwechselnd Rammstein und Iron Maiden. True Story! Das Publikum ist auch hier bunt gemischt und unser Liebling dürfte hierbei der vollgelaufene Typ sein, der zwar nicht mehr richtig auf seinem Barhocker hocken kann aber dafür Schnaps im Minutentakt ordert.
Im Sommer gehts ab nach draussen...
Lage: Vom Hauptbahnhof läuft man maximal 3 Minuten bis zur Ipanema-Bar. Easy also! 5 von 5 Sternen
Bedienung: Brasilianischer Charme gepaart mit Schnelligkeit am Zapfhahn. So lass' ich mir das gefallen. 4 von 5 Sternen
Interieur: Yoah, wie schon beschrieben wird hier mit diversen Dekoartikeln ein dezentes Brasilienflair erzeugt, welches nicht auf die Nerven geht. Aber besonders schön ist es aber auch nicht. 3 von 5 Sternen.
Preise: Puh, keine Ahnung. Dafür bekam der Besoffene und die Jukebox zuviel Aufmerksamkeit meinerseits. Dürfte sich im preislichen Mittelfeld bewegen. 3,5 von 5 Sternen
Publikum: Alles mögliche. Also 5 von 5 Sternen
Extrastern: Ach, den gibts heute mal einfach so...

Samstag, 28. Februar 2015

xxxURBAN KIDSxxx

Yo,

heute steht ja bekanntlich das Spitzenspiel gegen den HIV HSV an und somit ergibt sich die wunderbare Gelegenheit, einen kurzen Abriss über die vergangenen Spiele der magischen SGE/launischen Diva zu geben, an denen ich zugegen war:

Studentenclub zu Freiburg-Sportgemeinde Eintracht (4:1)
Freiburg ist bekanntlich immer eine Reise wert und so zieht es uns auch diesmal in den Breisgau. Bei leichtem Schneetreiben dürfen wir die 1:0 Führung nach gefühlten 10 Sekunden für die Eintracht erleben, die bis zur 65. Minute souverän gehalten wird. Dann bricht die Eintracht ebenso souverän auseinander und lässt sich mir nichts dir nichts vier Buden einschenken. Nun ja, Diva halt.
Am nächsten Tag wird via Volksentscheid der Neubau des SC-Stadions entschieden und Freiburg erhält somit in naher Zukunft eine Spielstätte in UFO-Optik. Kann man als Niederlage werten.

Sportgemeinde Eintracht-Werksclub zu Wolfsburg (1:1)
Ein munteres Spiel zeigt die SGE im Stadtwald gegen den Tabellenzweiten und geht durch Aigner sogar mit 1:0 in Führung, nur um kurz vor Schluss durch "Redhead" de Bruyne den Ausgleich zu kassieren. Nach dem Spiel kommt dann noch raus, dass der Belgier einen Balljungen als "Motherfucker" bezeichnet hat. Als Entschädigung bekommt der Balljunge später ein Trikot des Belgiers geschenkt, was man getrost als weitere Verhöhnung auffassen kann.

FC Augsburg-Sportgemeinde Eintracht (2:2)
Dieses Graupenkick verfolge ich lediglich im Toffies auf der Berger Strasse, dass ich jahrelang als Yuppieetablisement abgespeichert hatte. Ist es aber nicht. Ist sogar recht angenehm hier. Zum Spiel schreibe ich mal besser nix.

Sportgemeinde Eintracht-Schalke 05 (1:0)
Vor dem Spiel gibt es mal wieder eine abgefahrene Choreo der Nordwestkurve zu sehen, welche wohl seinesgleichen suchen dürfte. Auf dem Spielfeld liefern sich die Kontrahenten einen munteren Schlagabtausch, in dem die Eintracht durch Leichtgewicht Piazon in Führung geht. Die Schalker greifen weiter munter an aber dank Kevin Trapp behält die Sportgemeinde bis zum Abpfiff die Oberhand und sackt die drei Punkte ein. Danach geht es standesgemäß noch die Stereobar, um den Jungs von der Bembelbar zu lauschen.



Mainzer Mongos-Sportgemeinde Eintracht (3:1)
Zum FSV Mainz kann man viel entwürdigendes schreiben aber der werte Beve hat dies bereits in einem seiner jüngeren Blogeinträge vortrefflich getan: Klick
Eine Schifffahrt die ist lustig...
Ansonsten bleibt die alljährliche Schifffahrt in dieses Nest erwähnenswert. Man geniesst die Fahrt bei bester Musikauswahl der Bembelbar, verköstigt ein paar Ebbelwoi und quatscht sich um Kopf und Kragen. Herrlich! Würde das Schiff nach der Ankunft in Mainz postwendend wieder nach Frankfurt fahren, ich würde den Kahn nicht wieder verlassen. Aber man darf ja nicht. Somit muss man sich entweder nach der Anlegeprozedur in einen der Busse Richtung "Arena" (Arena? Das ich nicht lache) peitschen lassen oder man beachtet die Polizei schlichtweg nicht und geht straight in die City (City? Das ich nicht lache). Nun ja, schlussendlich landen wir trotzdem am Stadion Rübenacker und sehen den erwarteten Graupenkick, in dem die Eintracht sogar mit 1:0 in Führung geht (Aigner, wer auch sonst im Moment), um sich dann aber drei Tore einschenken zu lassen. Glücklicherweise habe ich nur das Eintrachttor gesehen. Bei den Gegentoren habe ich zwei Höhlentrolle vor mir gehabt, die mir schlichtweg die Sicht aufs Spielfeld geraubt haben.

Musik des Tages:
BONECRUSHER-Working For Nothing

Samstag, 14. Februar 2015

xxxWIE IM STALLxxx

Yo,

das Gelände rund um das Skyline Plaza zählt wahrlich nicht zu den heimeligsten Lagen Frankfurts aber im angrenzenden Gallus findet sich ein alteingesessenes Kleinod: Die Kneipe "Zur Guten Stute". Marius Machete und meine Wenigkeit waren das letzte mal in diesem Etablissement vor langer langer Zeit und so war es mal wieder Zeit, auf die Koppel zu gehen (Riesenknallerspruch, ich weiß. Dankt mir nicht).

Nicht unweit der Galluswarte befindet sich die "Gute Stute", die mit einem gleißenden Hufeisen am Eingang auf sich aufmerksam macht. Nichts wie rein also. Wenn man durch die Tür tritt, begrüßt das ausgestopfte Pferd zur linken den eintretenden Gast mit einem einladendem Wiehern. Ich muss schmunzeln und frage mich, warum ich so lange nicht mehr hier war.

Wenn DAS mal nicht einladend ist...
An der Theke befinden sich anstatt der üblichen Barhocker gemütliche Schaukeln, die schon von trinkfreudigen Gästen in Beschlag genommen sind. Weiter hinten stehen 3 große Bierfässer, die für große Besucherrunden als Tische fungieren. Auch hier ist allerhand los aber wir können uns problemlos an einen Tisch/an ein Fass dazusetzten. Der freundliche Wirt Ivo nimmt mit einem lockeren Spruch unsere Bestellung (2 große Bier) auf und bringt diese recht flott an ihren Bestimmungsort. Wenig später werden dann 2 Schaukeln an der Theke frei, die wir auch sofort okkupieren, um einen besseren Blick auf das Kneipengeschehen zu haben.

Die leibhaftige Stute beäugt das Treiben ganz genau
Im Laufe des Abends füllt sich die "Stute" recht schnell mit durstigen Publikum, dass sich aus allen gesellschaftlichen Schichten zusammensetzt. Sehr gut, so macht das Spaß.

Herumstehender Nippes steht hier hoch im Kurs (hinten rechts: Ivo und seine Azubine
Gegen 22 Uhr ist es dann auch Zeit zu gehen, da am nächsten Tag wieder die Arbeit ruft. Jeder von uns hat vier Bier und der aufgerufene Preis von 9,20 Euro lässt meine Kinnlade nach unten fallen. 9,20 Euro? WTF? Ist ja fast billiger als Dosenbier...

Bewertung:

  • Lage: Die "Gute Stute" ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln supergut zu erreichen. Entweder man läuft von der Galluswarte (S-Bahn oder Tram) lockere 5 Minuten oder man nimmt den Weg von der U-Bahnhaltestelle "Messe". Das dauert dann circa 10 Minuten. Also nicht wirklich lange. 5 von 5 Sternen
  • Bedienung: Gastwirt Ivo schmeisst den Laden mit viel Humor und schiesst für jeden jederzeit einen lockeren Spruch aus der Hüfte. Später kommt noch eine weitere Bedienung, die in die gleiche Kerbe haut wie der Kneipenwirt. 5 von 5 Sternen
  • Interieur: Der Star der Kneipe ist natürlich der ausgestopfte Gaul (der Legende nach auf einem Flohmarkt erstanden), der jeden Gast anwiehrt, der daran vorbeigeht. Aber auch das restliche Interieur kann sich sehen lassen: Die Schaukeln an der Bar, die Fässertische und all der Nippes, der überall herumsteht...das alles verschmilzt zu einer wahren Augenweide. 5 von 5 Sternen
  • Preise: Lachhaft, absolut lachhaft. Wie oben beschrieben, haben wir für 4 Bier schlappe 9,20 Euro geplatzt. Dementsprechend niedrig sind die Preise wohl auch für die anderen Getränke. Glasklare 5 von 5 Sternen
  • Publikum: Ein bunter Mix wird von der "Stute" beherbergt. Yuppies, Studenten, Eintrachtler, Rentner, Säufer und was weiss ich noch alles. Sehr angenehm. 5 von 5 Sternen
  • Extrastern: Den gibts für die gratis Erdnussflips, den gratis Abschiedsfusel, die Sprüche von Ivo und und und...

Montag, 5. Januar 2015

xxxDRINNEN KONFERENZ, DRAUSSEN EINTRACHTxxx

Yo,

wenn man die Auswärtsspiele der Eintracht nicht vor Ort verfolgen kann, der findet sich in der Regel vor dem heimischen TV-Gerät wieder oder geht in ein Etablissement, welches das Spiel live zeigt. Da ich in der Regel die zeitgenössische Sportsbar meide (Gründe gibt es eigentlich zu Genüge), kehre ich regelmäßig mit Marius Machete im Mistik Kebab-Haus auf der Berger Strasse ein.

Eigentlich ist es im Sommer im Mystik-Imbiss am schönsten. Das Wetter ist toll, man setzt sich auf die Terrasse vor den Laden, bestellt einen schönen Ebbelwoi, es sind viele Leute unterwegs (die man super beobachten kann) und schaut auf den etwas zu klein geratenen Fernseher die Auswärtsspiele der Eintracht. Herrlich. Ganz nebenbei kommt der Sohn des Besitzers vorbei, fragt nach dem werten Befinden und bietet fast jedesmal die hauseigene Dauerkarte für das nächste Spiel des FSV Frankfurt zum Ausleihen an. Ach ja, herrlich.

Auch im Winter lässt es sich im Mistik aushalten. Zwar kann man aufgrund der arktischen Temperaturen nicht auf der Terrasse lümmeln aber dafür ist es dann im Ladeninneren umso gemütlicher. Man rückt halt zusammen, damit jeder einen Platz bekommt und kommt dadurch umso leichter ins Gespräch. Ein klitzekleines Manko dürfte aber der Umstand sein, dass man nach längerem Aufenthalt etwas nach Essen riecht. Aber manche mögen das ja...

Draussen kann man es aushalten. Also im Sommer...
Bewertung:

  • Lage: Mitten auf Berger Strasse liegt das Mistig Kebab-Haus und somit inmitten einer der urbanen Hot-Spots in Frankfurt. Zu erreichen ist der Imbiss kinderleicht mit der U4, wenn man am U-Bahnhof "Höhenstrasse" aussteigt. Von dort sind es keine zwei Minuten bis zur Tränke. 5 von 5 Punkten.
  • Bedienung: Immer aufmerksam, immer freundlich und ab und zu gibts sogar einen Schnaps aufs Haus. Was will man mehr? 5 von 5 Punkten.
  • Interieur: Nun ja, Imbiss-like halt. Nicht besonders gemütlich aber auch nicht unbedingt ungemütlich. Zweckmässig dürfte hierbei wohl am besten passen. Ansonsten hängt hier ein Eintrachtschal einträchtig neben einem von Blau-Schwarz Bornheim. Sehr angenehm. Ach ja: Sauber ist es hier auf jeden Fall. 3 von 5 Punkten.
  • Preise: Die liegen gefühlt unter dem Frankfurter Kneipenniveau (sowohl Speisen und Getränke). Zudem ist die Auswahl an Getränken recht imposant, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um einen Türkischen Imbiss handelt. 4 von 5 Punkten.
  • Publikum: Bunt gemischt geht's hier zu. Vom durchschnittlichen Walk-In-Döneresser bis hin zum Automatendaddler ist hier alles vertreten. Den absoluten Vogel dürfte aber der Bayerfan abschiessen, der ständig zu Gast ist und auch bei den Spielen der magischen Sportgemeinde immerzu "Deutscher Meister wird nur der FC Bayern München" rumblärrt. Aber dafür gibt er ab und zu einen aus. 4 von 5 Punkten.
  • Extrastern: Das Falaffelsandwich. Wirklich sehr sehr lecker. Und nicht zu trocken... 

Dienstag, 4. November 2014

xxxFRANKFURTER TRINKHALLENKULTUR (Part2)xxx

Yo,

vor geraumer Zeit pries ich unter diesem LINK die Initiative von Linie 11, die es sich bekanntlich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Frankfurter Trinkhallenkultur zu erhalten. Mit ihrer Lobbyarbeit haben es die Jungs des öfteren in die Medien gebracht und für dieses verschriene Gewerbe und deren Kundschaft die Werbetrommel gerührt. Da ich ja auch gerne am Büdchen stehe und ein kühles Bierchen verzehre (vorzugsweise Binding Export), stöbere ich auch immer mal wieder im Internet (Internet? Gibts den Blödsinn immer noch?) nach Neuigkeiten über Frankfurts Wasserhäuschen und dabei bin ich zum einen auf einen Blog namens Stehbiertrinker gestoßen, der sich den zahlreichen Büdchen in der Mainmetropole widmet und den damit verbundenen Geschichten. Absolut kurzweilig und lesenswert aber leider hat der Betreiber eine kurze Kreativpause eingelegt aber die vorhandenen Einträge bieten einiges an Lesestoff.

Diese Herrschaften trifft man bestimmt öfter am Büdchen...
Zum anderen bin ich während meiner Recherche auf die lang gesuchte Diplomarbeit von Oliver Kirst aus dem Jahre 2004 gestoßen. Jene Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte der Frankfurter Wasserhäuschen, deren Ansehen in der Bevölkerung und die Zukunftsaussichten dieser aussterbenden Institutionen. Auch hier spreche ich für den interessierten Leser eine Empfehlung aus. Und wen es jetzt so richtig gepackt hat, dem sei hierbei noch das "Wasserhäuschen-Quartett" wärmstens ans kalte Herz gelegt, dass hier für schmale 7,90 Euronen geordert werden kann: Klick

Donnerstag, 30. Oktober 2014

xxxDAS (SPIELERISCHE) ELEND GEHT WEITERxxx

Yo,

Pokalspiele sollten ja in der Regel ein rauschendes Fest werden: Ein Spiel unter Flutlicht, das Spiel wiegt ständig hin und her, die Kurve wird lauter und lauter und am Ende gewinnt natürlich jenes Team, für das man in das Stadion gepilgert ist. Nun ja, die gestrige Pokalpartie zwischen der Sportgemeinde Eintracht und Borussia Mönchengladbach war alle andere als ein Fest. Zwar hatte die Eintracht wie so oft gute 15 Minuten aber gegen eine Mannschaft wie 'Gladbach reicht das nicht. Natürlich nicht! Sicher: Man hat gekämpft und das unbekannte System gespielt wie auch schon in den Spielen zuvor aber gegen eine Mannschaft, die halt richtig kicken kann, wird es halt verdammt schwer. Und wenn ein Marco Russ zu den spielerisch besten Kickern der Eintracht gehört, dann lässt das schon tief blicken.
Ein legendäres Spitzenspiel war das bestimmt nicht...
Nun ja, es war ja nicht alles schlecht am gestrigen Tage. Zunächst halfen mir ein paar freundliche Hühner Damen aus dem Fanlager der Gladbacher mit einer Flasche Bier aus, als wir mit dem Stadionbus im fiesen Feierabendverkehr feststeckten. Und da wäre natürlich noch die Gang zu nennen, die vor, während und nach dem Spiel stets zu lyrischen Höhenflügen ansetzt und jeden Graupenkick vergessen macht...

Sonntag, 26. Oktober 2014

xxxWIE HOSE OFFENxxx

Yo,

das schöne an der Sportgemeinde Eintracht aus Frankfurt ist ja, dass man in der Regel immer weiß, was man geboten bekommt aber was sich da gestern im Stadtwald vor knapp 50.000 unermüdlichen Stadiongängern abgespielt hat, war dann schon ungewöhnlich:

"Stuttgart Stuttgart Spiesserstadt, ach was hab ich Stuttgart satt" sangen einst WTZ und nun wurde dieser Klassiker von den mächtigen EMPOWERMENT neu eingespielt. Mit diesem Ohrwurm in meinem Gehirnwindungen gehts' ab zum Hauptbahnhof, um mit dem üblichen Mob zum Stadion zu fahren. Nach ein paar kühlen Pilsetten und gepflegtem Small-Talk geht es ausnahmsweise mit der S-Bahn zur Spielstätte, da die Tram aufgrund von Gleisarbeiten überhaupt nicht verkehrt und stattdessen Ersatzbusse anbietet. Ja danke aber nein danke. Beim samstäglichen Verkehr dürfte das garantiert ein Riesenvergnügen werden. Aber auch die S-Bahnen fahren nicht planmässig und so stehen wir eine knappe halbe Stunde auf dem Gleis und kommen keinen Zentimeter vorwärts während die automatische Ansage uns immer wieder vertröstet. Schlussendlich geht es dann doch weiter und so stehen wir keine zehn Minuten später an der Haltestelle "Sportfeld" an der uns der waschechte Schwabe Matze mit einer Bierspezialität aus Süddeutschland begrüßt. Kannste ruhig öfter machen, hüstel!

Die restliche Zeit bis zum Anpfiff wird herumlungernd vor dem Ultrascontainer verbracht bis Bernd uns zum Aufbruch Richtung Eingang drängt. Murrend kommen wir der Bitte nach und treten den Weg zu den Kontrollen an, die wie immer easy bewältigt werden und so stehen wir zügig auf unseren Stammplätze in der Nordwestkurve. Die Stadionfolklore wird standesgemäß intoniert und dann pfeift der Schiedsrichter das Grauen an, von dem wir in diesem Moment noch nichts ahnen. Beide Mannschaften bieten uns einen unzweifelhaft miesen Kick, bei dem der VFB die bessere Mannschaft stellt und mehrere Gelegenheiten zum Torerfolg liegen lässt. So etwas wird in der Regel bestraft und in diesem Fall erbarmt sich der in die Startelf gerutschte Madlung und erzielt nach gut 20 Minuten die Führung für die Eintracht, die bald darauf mit einem Doppelschlag von Harnik in Windeseile egalisiert wird. Das ein Tor davon aus einer unübersehbaren Abseitsposition erzielt wird, verwundert hier nicht weiter.

Nach der Pause wird bei der Sportgemeinde fleissig gewechselt und die körperlos agierenden Inui und Piano müssen Aigner sowie Stendera weichen. Dabei gerät das Stadion regelrecht inWallung, als Stendera den Rasen betritt. Muss man auch erstmal schaffen.
Das Tor kann man geben. Ist dann aber scheiße...
Zunächst verläuft die zweite Halbzeit wie die erste und der Verein für Bewegungsspiele baut die Führung mit einem weiteren Tor aus. "Nun ja, das dürfte es wohl gewesen sein" denke ich mir so aber die Partie nimmt nun eine irre Fahrt auf: Innerhalb einer Viertelstunde schafft es die SGE, den Rückstand zu egalisieren und sogar mit 4:3 in Führung zu gehen. Wahnsinn, absoluter Wahnsinn! Nun lösen beide Teams ihre ohnehin flickenteppichartige Abwehr auf und es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Stuttgarter schlussendlich durch zwei weitere Tore die Oberhand behalten. Zum krönenden Abschluss erhält Seferovic durch eine Meckertest in Richtung des Unparteiischen noch die rote Karte. Er hat dem Referee die "Brille" gezeigt, um ihm seine Sehschwäche vor Augen zu führen. Aber wo er recht hat...

Sonntag, 31. August 2014

xxxEIN BEMBEL VOLLER HITSxxx

Yo,

gestern konnte die magische Sportgemeinde Eintracht in einem kuriosen Spiel einen Punkt aus der Fussballmetropole Wolfsburg entführen. Doch darum geht es heute nicht sondern um das erste Heimspiel, das gegen den Studentenclub aus Freiburg gewonnen werden konnte.

An Heimspielen der Diva ist es mittlerweile Usus, am Hauptbahnhof aufzuschlagen, um dort gleich die Tram Richtung Stadion zu nehmen oder jemanden einzusammeln. Heute ist es mal wieder der Bernd, der in den Genuss meines Abholservice kommt. Um eine gute Grundlage für das Fussballgelage zu haben, entschliesst sich Bernd, noch einen kleinen Snack an einem der zahlreichen Imbisse einzunehmen, an dem dann auch folgendes Bild entsteht:
Man beachte die tiefgefrorene Rippe, die hygienisch einwandfrei transportiert wird
Guten Appetit kann man da nur wünschen. Nach verzehrter Mahlzeit geht es auch schon weiter zum good old Oberforsthaus. Ein paar bekannte Gesichter hier, ein paar "Gude" dort und schon gehts weiter zum Stadion, dass wir ungewöhnlicherweise überpünktlich erreichen. Kommt auch nicht so oft vor.
Das übliche Bild...
Die standesgemäße Abnudelung der Stadionfolklore erfolgt und schon beginnt der Kick, den man getrost als schwach bezeichnen kann. Auf der einen Seite spielt die Eintracht mit einem System, dass die Bezeichnung im Prinzip nicht verdient und auf der anderen Seite sind die Gäste aus Freiburg nicht in der Lage, Kapital aus ihren Chancen zu schlagen. Tja und normalerweise geht dann so ein Spiel 0:0 aus aber Haris Seferovic kann das Spielgerät aus spitzem Winkel am gegnerischen Keeper zum 1:0 vorbeispitzeln (15. Minute).

Am Spielstand ändert sich bis zum Abpfiff nichts mehr und so heißt die nächste Station wieder Oberforsthaus. Dort werden die Optionen für die Abendgestaltung sondiert und wir entscheiden uns für einen Besuch der Bembelbar, die am heutigen Abend im Fanhaus Louisa zum Tanz bittet. Zudem spielt als Schmankerl noch die Bembel Youth auf, die nach eigener Auskunft nach "Eintracht Punkrock" machen. Das Interesse ist also geweckt und so machen wir uns mit der Taxe zum S-Bahnhof Louisa auf, was allerdings ein schwieriges Unterfangen für den Taxifahrer zu sein scheint. Der kennt nämlich  den Weg dorthin nicht und denkt, dass wir in Wirklichkeit nach Neu-Isenburg wollen. Nach einigem hin und Heer bemächtigen wir uns des Navis und dirigieren das Gefährt zielsicher ans Ziel. Augen auf bei der Berufswahl kann man da nur sagen.

An den Pforten des Fanhaus kann man schon die Band hören, die auf der Terrasse mit ihrem Set loslegt. Wir sind also genau zur richtigen Zeit eingetrudelt. Noch schnell ein Kaltgetränk geordert und schon stehen wir vor der Band, die einen gelungenen Mix an Coversongs (ich sag nur "Bullenschweine" von SLIME) zum besten gibt, die einige zum munteren Freidrehen animieren. Zudem supportet Olaf von den STAGE BOTTLES ein paar Songs mit dem Saxophon und sorgt damit für ein kleines musikalisches Schmankerl. Als Rausschmeisser wird dann "Crucified" intoniert, der Song wird allerdings derart verkackt, dass ich mich vor Lachen kaum halten kann. Egal, Spaß gemacht hat es trotzdem.
BEMBEL YOUTH

Dienstag, 29. Juli 2014

xxxRUNDGANGxxx

Yo,

was macht man an einem Sonntag bei bilderbuchartigem Kaiserwetter in Frankfurt? Nun ja, da gibt es viele Möglichkeiten. Man könnte sich in eines der zahlreichen Cafes begeben oder am Mainufer die Seele baumeln lassen. Dafür hatte ich allerdings wenig Muse. Ich zog es lieber vor, mich auf einen ausgedehnten Stadtrundgang durch Mainhattan zu begeben mit dem Ziel Bornheimer Hang (oder besser gesagt: Frankfurter Volksbankstadion). Ich hatte nämlich spitzgekriegt, dass an der Lärmschutzwand der A661 (und somit in Sichtweite des Stadions) ein gemeinsames Graffiti von Fans des FSV und der Eintracht entstanden ist (Infos gibts hier: KLICK). Also die Spiegelreflexkamera eingepackt und so ging es per pedes vom Westend Richtung Bornheim. Das Nordend mit seiner ungeheuren Trinkhallendichte und "Good Old Bernem" wurde von meiner Wenigkeit souverän durchquert und so stand ich dann schlussendlich vor dem besagten Graffiti. Ich packte also die Kamera aus und musste etwas verdutzt feststellen, dass die Wandmalerei derart lang ist, dass ich es daher nicht auf ein Bild bannen konnte. Weiter nach hinten zu gehen war auch keine Option, da dort schließlich das Stadion steht und ich schlecht auf das abgesperrte Tribünendach klettern konnte. Somit blieb mir nichts anderes übrig, als das Gemälde in zwei Teilen aufzunehmen (ich hoffe, man kann es noch erkennen):
"LOVE FOOTBALL...
...HATE RACISM"
Nach getaner Arbeit setzte ich meinen Weg mit dem Ziel Weseler Werft fort. Dort findet momentan das "Sommerwerft"-Theaterfestival statt, das ich schon ein paar mal frequentiert hatte. Auf den Weg dorthin durchquerte ich die Ostparkstrasse, in der vor ein paar Jahren das "O25" seine Pforten für das tanzwillige Volk geöffnet hatte und auch meine Wenigkeit das ein oder andere mal zugegen war. Ach ja, mit meiner letzten Band MAX POWER durften wir dort auch schon mal die Bretter betreten. Nun ja, mittlerweile ist der Schuppen Geschichte und der Eingang verfällt zusehends:
Der ehemalige Eingang des O25
Nach eingehender Begutachtung setzte ich meinen Weg fort und schon nach gut 100 Metern zeigte sich die neue EZB vor mir. Schon erstaunlich, wie schnell dieser verglaste Koloss neben der alten Großmarkthalle hochgezogen wurde:
In Sichtweite: Die EZB...
Neben der neuen EZB erstreckt sich seit über zwei Jahren der "Concrete Jungle", eine Skater- und Bikeranlage, die quasi direkt am Main liegt. Neben der Anlage gibt es noch ein paar Basketball- und Bolzplätze die schön ghettolike im Käfig eingefasst sind und auch bei der brütenden Hitze stark frequentiert waren:
Concrete Jungle
Ghettospielwiese
Auf der anderen Seite liegt die 2-teilige Honsellbrücke
Der Frankfurter Westhafen
Kurz hinter dieser Sportanlage liegt auch schon die "Sommerwerft" und an diesem Tag war auch hier wieder allerhand los. Neben der obligatorischen Sommerbar gab es auch noch eine kleinen Flohmarkt mit allerlei Kram/Ramsch und die Stimmung war wieder sehr gediegen:
Sommerwerft around the Kran
Auf meinem Rückweg durch die Innenstadt fiel mir dann mein schrecklicher Durst auf, der mich dann schlussendlich ins "Braustil" führte und dort auch gestillt wurde.
Der Kaiserdom (vom Main aus gesehen)

Dienstag, 17. Juni 2014

xxxBLUMEN FÜR DEN HERRENxxx

Yo,

gestern war's mal wieder soweit: Das gesamte Reich Land war durch den hohen Sieg gegen die Portugiesen "schlandtisiert". Es wurde freudig gehupt und tonnenweise bunter Plastikmüll durch die Gegend gekarrt. Nun ja. jedem das seine, worre?! Aber kommen wir doch zu den Spielberichten:

DEUTSCHLAND vs PORTUGAL (4:0)
Mit Invader Ace, Daniel und Geppi begebe ich mich über den Main nach Sachsenhausen, um dort das Spiel der Teutonen gegen Christiano Ronaldo und seinen Vasallen zu verfolgen. Wir entscheiden uns für die Pilskneipe "Eiserner Hahn" und sehen bei schmucken Schmucker (was ein Wortspiel, dankt mir nicht), wie die deutsche N11 die Portugiesen fachgerecht zerlegt (vor allem Müller ermüllert sich drei Tore). Im Vorfeld bin ich ja von einem errumpelten 1:0 für die Deutschen ausgegangen aber da der schwache Gegner überhaupt nicht ins Spiel kommt, gibt es halt ein paar Tore mehr. Naja, jetzt hat die Republik auch mal wieder was zu träumen.
Gespanntes Gegucke im Eisenhahn
IRAN vs NIGERIA (0:0)
Puh, die erste Nullnummer in diesem Turnier und die hatte es ganz schön in sich. Also ganz viel Langeweile. Beide Teams spielen unteres Niveau, das Spiel strotzt nur so vor Fehlpässen und Foulspielen. Die einzige nennenswerte Aktion ist ein Freistoß, den ein Nigerianer überraschend nicht als Flanke ausführt, sondern direkt auf den kurzen Pfosten zieht. That's it! Dürfte wohl für beide Teams schwer werden, überhaupt was bei der WM zu reißen.
Huch, Protest. Sachen gibts...

GHANA vs USA (1:2)
Das Mitternachtsspiel habe ich nicht gesehen. War aber wohl ganz gut.

Nebel bloggt auch die WM. Aktuelles dazu gibts hier: KLICK. Auch das Stadtkind aus Frankfurt hat etwas kurzes zur WM verfasst: KLICK.

Die heutigen Partien:
Belgien vs Algerien (18:00 Uhr, ZDF)
Brasilien vs Mexico (21:00 Uhr, ZDF)

Donnerstag, 5. Juni 2014

xxxAMERICAN JESUS IN FRANKFURTxxx

Yo,

etwas verspätet erscheint hier und heute der Konzertbericht zum BAD RELIGION Konzert in der (neuen) Batschkapp. Los gehts:

Regenwetter! Mal wieder! Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es vorzugsweise genau dann regnet, wenn ich etwas vorhabe. Egal, Lederjacke an (voll Punkrock ey...) und schon können wir in Richtung Batschkapp starten. Naja, noch nicht. Erstmal gibt es stilecht einen Schoppen auf dem Fressgassfest (is' das überhaupt Punk?) und dann sitzen wir kurz darauf auch endlich in der U-Bahn, die uns zur neuen Batschkapp nach Seckbach bringt. Eine Premiere übrigens, da es weder ich noch irgeneiner meiner Mitstreiter bis dato geschafft hat, die neuen Räumlichkeiten der "Kapp" zu besichtigen. Gelegenheiten gab es zwar zu genüge aber wie es im Alter nun mal ist: Es kommt halt immer was dazwischen.

An der Haltestelle "Gwinnerstrasse" müssen wir uns kurz orientieren, da wir den Weg nicht genau kennen und so entschliessen wir uns, einfach dem restlichen Pöbel zu folgen. Diese Wahl war...weise denn nach 5 Minuten sind wir auch schon am Venue angekommen. Dort treffen wir auch schon auf altbekannte Gesichter wie Uriusch vom Hindukusch, Kernassi Matze, Mo, die Wehrheimer und anderes artverwandtes Gesindel (Genesungsgruß an den erkrankten Rob an dieser Stelle). Ein großes "Hallo" hier, Zugeproste dort...alles wie immer also.

 Da das Wetter sich beharrlich weigert, sich von einer besseren Seite zu zeigen, beschließen wir die schon gut gefüllte Batsche zu entern. Auf der Bühne steht schon die letzte der angekündigten Supportbands (Name hab' ich ignoranterweise vergessen) und wir steuern konsequenterweise erstmal die große Theke an, die glücklicherweise mehrere Meter lang ist und die Wartezeiten vergessen macht, die man früher in der alten Batschkapp für ein Kaltgetränk in Kauf nehmen musste. Läuft also schon mal...

Hut muss (wohl) sein...
Nach kurzer Pause ist es dann auch schon Zeit für die Band, für die wahrscheinlich jeder heute gekommen ist: BAD RELIGION. Bei den Punkrock-Urgesteinen sind Konzerte immer so eine Sache: Wenn sie Bock haben, wird die Show großartig. Ist keine Lust da, dann haste Pech gehabt. Aber das trifft heute zu unserem Glück nicht zu. Die Band hat definitiv Bock, gibt Gas und präsentiert der willigen und Bierbecher werfenden Meute ein erlesenes Potpourri aus alten und neuen Hits. Nebenbei gibt es natürlich auch die üblichen Scherze mit dem Publikum, als Sänger Greg fragt, ob ein Doktor zugegen sein...neben ihm ("Is there a doctor in the house...besides me?"). Er hat wohlgemerkt einen Doktortitel in Evolutionsbiologie. Soviel dazu. Nach gefühlten 143 Songs (in Wahrheit sind es "lediglich" 31) gibt es mit "American Jesus" den wohlverdienten Rausschmeisser und so verstreuen wir uns nach kurzer Rumlümmelei im Foyer in die regnerische Nacht. Mal wieder!

Setlist:
Fuck you
Dharma and the Bomb
New America
Stranger than fiction
I want to conquer the world
21st Century (Digital Boy)
True North
Wrong way Kids
Raise your voice
Past is dead
Beyond electric dreams
New dark ages
Struck a nerve
Skyscraper
You
Overture / Sinister rouge
Supersonic
Prove it
Can't stop it
No direction
You are (the government)
Suffer
How much is enough?
Do what you want
Sorrow
Come join us
Punk Rock Song
Zugabe: 
Generator
Infected
American Jesus

Dienstag, 3. Juni 2014

xxxAUF DEM HAUSBERGxxx

Yo,

anlässlich meines 32. Geburtstages (rückwirkende Glückwünsche bitte in die Kommentarecke unten) beschlossen wir, eine kleine Wanderung auf den Frankfurter Hausberg, den Lohrberg (oder auch kurz Lohr) zu unternehmen und dort in der Lohrbergschänke einzukehren.

Nach dem 15minütigen Fussweg vom Seckbacher Dorfkern aus erreichen wir die Lichtung des Lohrberges und vor uns eröffnet sich eine riesige Liegewiese. Unser Blick wandert nach rechts auf den steinernen Aussichtsbalkon, den wir auch umgehend in Beschlag nehmen. Zu unseren Füßen erstreckt sich nun Frankfurt in all seinen Facetten. Wir lassen den Blick in die Ferne schweifen, erblicken unter anderem den geschichtsträchtigen Riederwald. sehen die riesige Skyline und versuchen unseren Wohnsitz zu verorten. Das alles macht ungemein hungrig und durstig und so schlendern wir zum Biergarten der Lohrbergschänke und machen es uns an einem der zahlreichen Tische gemütlich. Die Bedienung lässt uns etwas zu lange warten, macht das Maleur aber mit ausgesprochener Freundlichkeit und schnellem Service wieder wett.

Der Biergarten auf dem Lohr
Der Sauergespritze erfrischt und schmeckt gut, der Salat mit den Putenstreifen weiß ebenso zu gefallen. Dabei wenden wir immer wieder unseren Blick auf die grandiose Aussicht der Frankfurter City zu und finden immer wieder neue Kleinigkeiten im Stadtbild. Wir kommen wieder. Und nicht nur wegen der Aussicht...

Der Aussichtsbalkon (nicht im Bild: Die Aussicht)

Bewertung:
  • Lage: Die Lohrbergschänke ist aufgrund der Lage etwas dezentral gelegen aber dafür recht gut zu erreichen. Mit dem 43er Bus einfach nach Seckbach fahren und an der Haltestelle "Zentgrafenschule" aussteigen. Von dort führt ein beschilderter Fussweg auf den Frankfurter Hausberg und nach circa 15 Minuten erreicht man auch das Etablisement. 3,5 von 5 Punkten.
  • Bedienung: Freundlich und stets bemüht. Allerdings lässt man sich aber auch ganz gern etwas Zeit, bis man die Order aufnimmt. Dafür kommt dann die Bestellung umso flotter. 3,5 von 5 Punkten.
  • Interieur: Yoah, modern rustikal würde ich sagen. Wahrscheinlich versucht man, es den älteren Semestern und dem jungen Publikum gleichermassen Recht zu machen. Muss man mögen. 3 von 5 Punkten.
  • Preise: Dürften sich so im Frankfurter Mittelfeld bewegen (Getränkekarte und Speisekarte). Das 0,5er Stöffsche gibts beispielsweise ab 3,10 Euro (je nach Sorte) und der riesengroße Salat mit Pute schlägt mit 10,90 Euro zu Buche. 3,5 von 5 Punkten.
  • Publikum: Bunt gemischt gehts hier zu. Wanderer, Biker oder Leute, die bei einem Drink einfach die Seele baumeln lassen wollen. 4 von 5 Punkten.
  • Extrastern: Den gibt es für die phänomenale Aussicht auf die Frankfurter City. Von Fechenheim bis hin zur Bankenstadt reicht die Sicht und bei gutem Wetter kann man sogar das Waldstadion sehen.

Sonntag, 18. Mai 2014

xxxRUM UND EHRE-EINTRACHT AMATEURExxx

Yo,

bei feinstem Kaiserwetter fand gestern das letzte Heimspiel der U23 der SG Eintracht Frankfurt statt und wir waren zugegen:

Punkt elf Uhr schlage ich auf dem Erzeugermarkt auf der Konsti auf, um mich mit meinem Mitstreiter Tim bei einem kühlen Getränk auf das Spiel einzustimmen. Nach einem kurzen Rundgang über den Markt entscheiden wir uns für den Stand der Landbrauerei Bierbacher und genießen bei einem erquickenden Bier die lockere Atmosphäre. Unser Blick schweift über die zahlreichen Tische: Überall sitzt jung und alt beisammen, verkostet die hiesigen Spezialitäten und hält einen ungezwungenen Schwatz. So soll es sein. Nach einer Stunde raffen wir uns schweren Herzens auf, um den Fantreffpunkt am Riederwald anzusteuern. Dort hat sich bei unserer Ankunft schon ein ordentlicher Mob eingefunden, man sieht bekannte Gesichter hier und da und die UF97 hat zur Verabschiedung eine interessante Collage vergangener Spiele der U23 angefertigt, auf der sich Tim zu seiner Freude mehrfach wiederfindet. Dann beginnt auch schon der gemeinsame Marsch zum Bornheimer Hang und wir hängen uns an das Ende der Schlange. Vor uns wird wie erwartet wortgewaltig der ein oder andere pyrotechnische Artikel gezündet und hinter uns regeln die Ordnungshüter den sich aufstauenden Verkehr. Immer wieder köstlich und die Anwohner haben auch etwas zum glotzen.
Hinten isses auch ganz nett...

Am Bornheimer Hang angekommen zeigt ein kurzer Blick auf das Wischtelefon, dass es noch knapp eine Stunde bis zum Anpfiff ist und so lümmeln wir noch etwas am Stadioneingang herum. Nach einiger Zeit fällt uns dann auf, dass keine Fans des heutigen Gegners aus Pfullendorf zugegen sind. Tja, ob das wohl mit dem längst besiegelten Abstieg des Sportclubs zusammenhängt?

Alles rausgeholt...
Kurz vor Anpfiff der Partie entern wir die Südtribüne und suchen uns ein Plätzchen in der Sonne. Als der Unparteiische den Kick anpfeift, beginnt sogleich der Support mit reichlich farbigen Rauch und einer ansehnlichen Choreo (siehe Video unten und weitere Bilder gibts hier: KLICK) und schon klingelts im Kasten der Pfullendörfer. Ha, so kann es weitergehen. Tut es aber dann nicht (natürlich nicht!), denn die Gäste gehen kurz darauf mit zwei Toren sogar in Führung. Egal, der guten Stimmung tut das keinen Abbruch und die Sonne und ein paar Kalthopfenschalen sorgen dafür, dass das Gemüt erhellt bleibt.

xxxWORDxxx
Kurz vor Spielende gibt es dann auch das Happy-End für die Bemühungen des Team von Alex Schurr als das versöhnliche 2:2 fällt. Na also, geht doch. Nach dem Schlusspfiff wird die Mannschaft noch gebührend gefeiert und wir lassen den Nachmittag noch etwas in der Sonne ausklingen. Good Times!